Yamaha TT600 36A-59X-3SW
Die Modellreihen Yamaha TT600 36A, gebaut ab 1983, Yamaha TT600 59X, als erste Überarbeitung der 36A kurz darauf produziert bis ca.1988 und Yamaha TT600 3SW, als letzte Evolutionsstufe bis ca.1992 produziert, wurden als leichtere und für den ambitionierte Enduristen für anspruchsvolle Geländeeinsätze bis hin zum Wettbewerbsbetrieb den Yamaha XT600 Schwestermodellen zur Seite gestellt.
Während die Yamaha TT600 36A ab 1984 noch mit Trommelbremse vorne ausgeliefert wurde, erfuhr die Nachfolgerin, die Yamaha TT600 59X bereits Upgrades wie die Einkolben-Scheibenbremsanlage vorne und Änderungen zur Verbesserung des Handlings.
Die Yamaha TT600 3SW bot dann im Zuge der letzten Anpassung der Modellbaureihe eine Doppelkolben-Scheibenbremse vorne, feiner abstimmbare Federelemente und auch ein weiter geändertes Design mit nunmehr weißem Rahmen und geändertem Tank-Dekor.
Allen gemein war die 6 Volt Elektrik ohne Batterie und die sehr guten Kayaba Federelemente mit 300m Federweg vorne und 270m Federweg hinten im Monocross-Federsystem. In Deutschland wurden die Modelle seitens Yamaha nicht regulär zum Kauf angeboten, sodaß heutige in Deutschland zugelassene Fahrzeuge letzlich ihr hiesiges Dasein Grauimporteuren zu verdanken haben.
Umbaumaßnahmen wie die Umstellung der Elektrik auf 12 Volt und der Umbau des Hinterrades auf Radnabe mit Ruckdämpfung verwandeln die Yamaha TT600 Hardenduros mit ihren langen Federwegen und ihrer sportlich eleganten Erscheinung sowie dem bulligen 595ccm Einzylinder mit seinem kräftigen dumpfen Klang in wunderbar zu fahrende alltagstaugliche Sportgeräte für die Straße, deren Anblick selten, dafür aber immer wieder atemberaubend ist.
Die hier abgebildete TT600 3SW hat der Inhaber von Motorradteile Schröder Plaggenburg, Michael Schröder, für sich im Wesentlichen mit einer 12V Elektrik ausgerüstet, den Motor samt notwendiger Anbauteile auf Anlasser getauscht (Basis ist ein Motor der TT600RE) und das Hinterrad auf Ruckdämpfung geändert.